Google Core Web Vitals – Wichtiges Tool für Website-Besitzer
Veröffentlicht: 2021-06-07Mit den Core Web Vitals stellt Google Website-Besitzern ein wertvolles Werkzeug zur Verfügung. Mit Hilfe dieser klar definierten Metriken können Webseitenbetreiber jederzeit die Usability ihrer Seiten messen, vergleichen und optimieren. Die aktuellen Werte für die Metriken sind in verschiedenen Tools verfügbar. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Website in Richtung der Core Web Vitals zu optimieren. Wir empfehlen Ihnen, die Details auf Ihre jeweilige(n) Website(s) abzustimmen.
Core Web Vitals – Metriken zur Bewertung der Usability
Core Web Vitals sind technische Metriken, die die Benutzerfreundlichkeit von Websites bewerten. Ihre Berechnung basiert auf mehreren fest definierten Kriterien, deren Grundlogik leicht verständlich ist. Diese Art der Berechnung der Core Web Vitals ermöglicht Website-Betreibern und -Entwicklern einen objektiven Überblick über ihre Website und ermöglicht einen einfachen Vergleich verschiedener Versionen.
Ab Juni 2021 wertet Google zunächst drei Kennzahlen aus. Die entsprechenden Ergebnisse fließen zusammen mit weiteren Analysen, wie der Optimierung für mobile Endgeräte oder der Sicherheit, in den SEO-relevanten Rankingfaktor „Page Experience“ ein. Google kann zu einem späteren Zeitpunkt weitere Elemente und Kennzahlen hinzufügen.
Die Bedeutung der drei Kennzahlen
Die drei vorgestellten Core Web Vitals heißen Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID) und Cumulative Layout Shift (CLS). Während die ersten beiden Faktoren die Geschwindigkeit einer Seite analysieren, konzentriert sich der dritte Faktor auf deren Darstellung.
Größte Contentful Paint (LCP)
Der LCP-Wert misst die Ladegeschwindigkeit einer Seite. Das LCP gibt an, wie lange es nach einem Seitenladen dauert, bis dem Benutzer der größte Inhaltsblock der Seite angezeigt wird. Dieser größte Inhaltsblock ist oft ein Bild oder ein Video, manchmal aber auch ein großer Textblock. Dies ist in der Regel der größte und aus Sicht des Nutzers relevanteste Inhalt auf der Seite. Daher sollte die Geduld des Benutzers beim Anzeigen nicht zu stark beansprucht werden. Ein guter LCP-Wert liegt laut Google bei maximal 2,5 Sekunden.
Erste Eingangsverzögerung (FID)
FID wertet die Geschwindigkeit der Interaktion zwischen dem Benutzer und der Seite aus. Dabei misst der Wert, wie lange es dauert, bis der Browser auf die erste interaktive Eingabe eines Benutzers reagiert. Diese Benutzereingabe kann das Anklicken einer Schaltfläche, die Verwendung eines Formulars oder das Aufrufen einer verlinkten Seite sein. Bei all diesen Aktionen sollten Nutzer nicht mit langen Wartezeiten konfrontiert werden, da die tolerierte Dauer in diesem Bereich meist sehr kurz ist. Daher bewertet Google auch nur FID-Werte von bis zu 100 Millisekunden als gut.
Kumulative Layoutverschiebung (CLS)
Der CLS-Wert misst Layoutverschiebungen während der Anzeige einer Seite. Solche Verschiebungen sind für Benutzer besonders ärgerlich. Sie stören nicht nur den Lesefluss, indem sie Inhalte aus dem Sichtfeld verlagern. Die Verschiebungen können auch zu unerwünschten Interaktionen führen – vom Aufrufen eines unerwünschten Links bis zum versehentlichen Klicken auf eine Schaltfläche. Aus der Verschiebung von Seitenelementen auf dem Bildschirm berechnet Google den CLS-Wert. Laut Google wird der CLS-Wert Ihrer Website für die Dauer der Seitenanzeige aufsummiert. Alles von null bis 0,1 liegt im ausgezeichneten Bereich.
Messung von Core Web Vitals
Website-Besitzer und -Entwickler können in verschiedenen Tools auf die aktuellen Core Web Vitals für ihre Website zugreifen. Sie können zwischen Field Tools und Lab Tools wählen. Für eine aussagekräftige Bewertung empfehlen wir Website-Betreibern und -Entwicklern, beide Varianten in Kombination zu verwenden.
Feldtools wie der Chrome User Experience Report oder die Google Search Console messen die Metriken direkt über den Browser des Nutzers. Weitere Informationen zur Google Search Console finden Sie hier . Das Ergebnis ist ein guter Überblick über die User Experience unter realen Bedingungen. Voraussetzung ist jedoch, dass ausreichende Nutzungsdaten für die Webseiten zur Verfügung stehen.

Ergänzend empfehlen wir die Verwendung von Lab Tools wie Chrome DevTools. Sie sind ein unverzichtbares Werkzeug für Entwickler, um die Benutzerfreundlichkeit von Seiten zu analysieren und zu optimieren, noch bevor sie Seiten ausrollen. Entwickler können den FID-Wert jedoch nicht mit Lab Tools messen.
Bedeutung von Core Web Vitals im Alltag
Niedrige Werte für Core Web Vitals geben Webseitenbetreibern und Entwicklern einen direkten Hinweis auf Optimierungsbedarf. Auch wenn unterschiedliche Nutzer unterschiedlich auf lange Ladezeiten, langsame Interaktion oder Layoutverschiebungen reagieren können, dürften schlechte Werte viele ungeduldige Besucher abschrecken. Daher sollten hohe Werte für die Core Web Vitals im Interesse jedes Webseitenbetreibers liegen.
Die Zeit wird zeigen, welche Rolle Core Web Vitals beim zukünftigen Ranking von Seiten spielen wird. Zumindest sind diese Metriken ein zentraler Bestandteil des SEO-Rankingfaktors „Page Experience“ für den Mobile-Index von Google. Die wichtigste Bedeutung für ein gutes organisches Ranking wird jedoch weiterhin der Inhalt einer Seite sein. Aber wenn mehrere Seiten bei Inhalten ähnlich performen, könnte die Usability letztendlich der entscheidende Faktor für ein besseres Ranking sein.
Ergebnisse optimieren
Wenn Sie die inhaltliche Bedeutung aller drei Metriken kennen, können Sie bereits erste Ansatzpunkte für deren Optimierung ableiten. Die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen von den jeweiligen Seiten und deren Inhalten ab. Es gibt jedoch einige typische Einstellschrauben.
Für einen besseren LCP-Wert muss die Ladezeit der Seiten und des Hauptinhalts reduziert werden. Die Maßnahmen zur Erzielung eines höheren LCP-Scores beginnen beim Einsatz moderner Komprimierungsverfahren für Bilder und reichen von server- und clientseitigem Caching bis hin zum Einsatz schnellerer Serverhardware. Ein moderater LCP-Wert dient auch als hervorragende Gelegenheit zum Aufräumen. Sie sollten beispielsweise nicht mehr verwendete Skripts entfernen und textbasierte Dateien komprimieren.
Bei einem niedrigen FID-Wert reagiert der verwendete Browser zu langsam auf Benutzereingaben. Es ist oft damit beschäftigt, umfangreiche JavaScript-Programme auszuführen. Werden stattdessen lange Skripte in kleinere Teile zerlegt, kann der Browser dem Benutzer zwischendurch antworten. Auch die Verlagerung umfangreicher Berechnungen auf den Server kann die Benutzerinteraktion und damit den FID-Wert positiv beeinflussen.
Für einen guten CLS-Wert empfehlen wir Ihnen, das Layout der Seite möglichst vor dem Laden festzulegen. Das Layout kann beispielsweise durch feste Höhen- und Breitenangaben für Bilder und Videos oder einen vorab reservierten Platz für Werbebanner vorgegeben werden. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, neue Inhalte nicht oben auf der Seite einzufügen, sondern unter den vorhandenen Inhalten. Dann bleibt ein wesentlicher Teil des Layouts stabil und der CLS-Wert fällt meist besser aus.
Selbstverständlich bieten wir auch Hilfestellung an, falls Sie Hilfe bei der Optimierung dieser Maßnahmen benötigen.
Ein weiterer entscheidender Schritt zu mehr Benutzerfreundlichkeit
Mit den Core Web Vitals unterstreicht Google die Bedeutung leistungsstarker und einfach zu bedienender Websites. Die entsprechenden Kennzahlen fließen nicht nur in den Rankingfaktor ein. Sie sind vor allem unverzichtbare und zugleich leicht verständliche Werkzeuge für Webseitenbetreiber und Entwickler. Sie sollten die Werte als Indikator für die Benutzerfreundlichkeit ihrer Websites immer im Auge behalten.
Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie weitere Fragen haben.
