Ranking-Faktoren 2018

Veröffentlicht: 2018-12-10

Searchmetrics hat kürzlich eine Studie zu den wichtigsten Rankingfaktoren für 2018 veröffentlicht. Searchmetrics geht dieses Jahr einen neuen Weg und setzt nicht mehr auf allgemeine Aussagen, sondern analysiert spezifische Branchen und Marktsegmente, um besser zu verstehen, welche Kriterien Google-Rankings beeinflussen.
Marktsegmente sind laut Searchmetrics ein bestimmter Online-Markt, der durch ein bestimmtes Produktportfolio oder Suchinteresse definiert wird. Ein Beispiel, um dies besser zu verdeutlichen: E-Commerce beschreibt die Branche, Gartenmöbel das Marktsegment. Rankingfaktoren für Marktsegmente sind daher ein neuer, tiefer gehender Ansatz von Searchmetrics, um die Kriterien, die Google zur Bewertung von Websites verwendet, besser zu verstehen.

Allgemeine Rankingfaktoren spiegeln zwar Trends bei gut rankenden Websites wider, eignen sich aber nicht unbedingt als Optimierungshilfen für Webmaster und SEO-Experten. Während Google RankBrain weiter verbessert, werden Benutzeranfragen besser verstanden und die Suchergebnisse werden noch genauer.

Wenn Sie Ihre Website nach SEO-Richtlinien und Trends optimieren möchten, ist es wichtig, möglichst genau zu wissen, welche Rankingfaktoren für Ihr Marktsegment relevant sind.

Welche Marktsegmente wurden analysiert?

Im Jahr 2017 hat Searchmetrics die wichtigsten Rankingfaktoren der folgenden Branchen analysiert: E-Commerce , Finanzen , Gesundheit, Reisen und Medien. Searchmetrics hat sich auch entschieden, diese Branchen für die diesjährige Analyse zu untersuchen und jeweils zwei Marktsegmente auszuwählen.

Die folgenden Branchen und Marktsegmente bilden die Grundlage dieser Studie.

  • E-Commerce: Möbel und Automobil.
  • Finanzen: Kredit- und Finanzplanung.
  • Gesundheit: Abnehmen und Rezepte
  • Reisebranche: Reiseziele und Camping.

Was ist ein Rankingfaktor?

Eine offizielle Definition eines Rankingfaktors zu finden ist fast unmöglich. Suchmaschinen verwenden einen Algorithmus, um Websites nach Thema und Relevanz zu bewerten. Diese Auswertung wird verwendet, um Websites im Suchmaschinenindex zu ranken und anzuzeigen. Die Kriterien zur Aufbereitung von Suchergebnissen sind die sogenannten Rankingfaktoren. Wichtig ist, dass nicht alle Rankingfaktoren branchenübergreifend gültig sind, sondern sich von Branche zu Branche unterscheiden können.

Top-Ranking-Faktoren im Jahr 2018:

  1. Inhaltsrelevanz inkl. Wortanzahl: Es wurde die Wortanzahl auf allen ausgewählten URLs analysiert. Der angezeigte Wert bezieht sich auf den Durchschnitt der Top-10-Suchergebnisse pro Marktsegment.
    Die durchschnittliche Gesamtwortzahl betrug 1.692 Wörter. Somit ist die Empfehlung von 500-800 Wörtern pro Landingpage wohl überholt. Dennoch variiert die Wortanzahl von Marktsegment zu Marktsegment. Nutzer in der Finanzbranche bevorzugen Landingpages mit detaillierten Informationen, während Nutzer in der Reisebranche weniger detaillierte Inhalte bevorzugen.
  2. Anzahl Bilder: Es wurde die Anzahl der eingebetteten Bilder der jeweiligen URL untersucht, die Bildgröße ist hier nicht relevant. Inhalte in Form von Bildern sind insbesondere in der E-Commerce-Branche erwünscht. Durch den Einsatz von Produktbildern erreicht die Branche durchschnittlich rund 23 Bilder pro Landingpage. Die Branche mit den wenigsten Bildern ist der Finanzsektor. Wie bereits erwähnt, wird hier mehr Wert auf Informationen in Textform gelegt.
  3. Einbindung von Videos: Laut Studie ist die Einbindung von Videos nur im Marktsegment „Abnehmen“ relevant. Hier werden deutlich mehr Videos eingesetzt als in allen anderen Marktsegmenten. Der Durchschnitt in diesem Marktsegment liegt bei durchschnittlich 0,4 Videos pro Seite, während der allgemeine Durchschnitt bei 0,08 liegt.

  4. Dateigröße: Die Dateigröße (Größe des HTML-Dokuments in KB) variiert stark zwischen den einzelnen Marktsegmenten. So ist beispielsweise die Dateigröße von Möbelseiten im Durchschnitt fünfmal größer als die von Landingpages im Finanzsektor. Einer der Hauptgründe dafür ist sicherlich, dass auf E-Commerce-Sites mehr Bilder verwendet werden, was unweigerlich zu einer Erhöhung der Dateigröße führt.
  5. HTTPS:

    HTTPS-Verschlüsselung ist jetzt Standard und Seiten ohne HTTPS-Protokoll zeigen jetzt eine Warnung in Browsern an. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn Seiten personenbezogene Daten abfragen oder Kaufvorgänge abwickeln.

    Die Ergebnisse der diesjährigen Studie zeigen deutliche Unterschiede beim Einsatz der HTTPS-Verschlüsselung. Die wenigsten HTTPS-Verschlüsselungen wurden in Marktsegmenten gefunden, deren Geschäftsmodell auf Einnahmen aus Werbeplatzierungen ausgerichtet ist.

    Die meisten Seiten mit HTTPS-Verschlüsselung finden sich in der E-Commerce- und Finanzbranche. Vor allem das Marktsegment „Kredit“ liegt weit über dem Durchschnitt, gefolgt von Landingpages aus dem Marktsegment „Möbel“.

  6. Benutzererfahrung: Interne Links:

    Auch bei der Analyse interner Links gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ihren einzelnen Marktsegmenten.

    Es überrascht nicht, dass E-Commerce-Marktsegmente mehr interne Verbindungen haben als Finanzmarktsegmente. Grund dafür ist natürlich die interne Produktverlinkung.

    Am Ende ist es wichtig, dass die interne Verlinkung sinnvoll ist und die Logik der Linkstruktur für den Nutzer und den Suchmaschinencrawler verständlich ist.

  7. Untergeordnete Listen:

    Auch bei diesem Rankingfaktor unterscheiden sich die Ergebnisse zwischen den Marktsegmenten deutlich. Seiten aus dem Automobilsegment haben beispielsweise mehr Listen als Seiten aus dem Möbelsegment. Der Grund dafür ist, dass Autos noch mehr Informationen benötigen als Möbelstücke, denn Breite, Höhe und Tiefe reichen für Möbel meist aus. Auch in der Reisebranche gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Camping und Reisezielen. Landingpages für Reiseziele verwenden häufiger Listen, um beispielsweise Sehenswürdigkeiten für jedes Land aufzulisten.

    Überprüfen Sie Ihre eigene Branche und finden Sie heraus, wie oft Google Featured Snippets auf der sogenannten Position 0 spielt. Featured Snippets benötigen HTML-Listen-Markups. Wenn Ihre Website Featured Snippets verwendet, bedeutet dies oft eine deutliche Steigerung des Traffics und der Conversions.

  8. Mikrodaten: Durch die Einbettung von Mikrodaten in schema.org kann Google den Inhalt der Website besser verstehen. Darüber hinaus können Mikrodaten als Rich Snippets, beispielsweise für Bewertungen, Rezepte oder Preisdarstellung auf der Suchergebnisseite, für eine deutlich höhere Klickrate sorgen. Das Marktsegment, das Mikrodaten am häufigsten verwendet, sind Rezeptseiten. Hier werden Mikrodaten verwendet, um Garzeit, Kalorien, Zutaten und Bewertungen anzuzeigen.

  9. Tabellen: Tabellen zeigen den Inhalt einer Zielseite strukturierter an. Obwohl Tabellen nicht in allen Marktsegmenten so häufig verwendet werden wie Listen, fällt auf, dass Tabellen in den Marktsegmenten Automotive, Finanzplanung und Camping deutlich häufiger anzutreffen sind als in den anderen untersuchten Marktsegmenten.

Fazit und Zusammenfassung

Die Studie zeigt nicht nur die Unterschiede zwischen einzelnen Marktsegmenten auf, sondern belegt auch, dass jeder Webseitenbetreiber genau recherchieren sollte, welche Rankingfaktoren für das eigene Marktsegment relevant sind. Dennoch können der Studie folgende Grundprinzipien entnommen werden:

Inhalt: Die richtige Wahl der Inhalte ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Auch bei der Wahl der Inhaltslänge und der Einbindung von Bildern oder Videos gibt es keine Zauberformel. Es ist wichtig, dass Sie die Inhalte für Ihre Nutzer so verständlich wie möglich gestalten.

Technologie: Die technische Optimierung einer Website wird immer ein großer Faktor sein, aber Sie sollten die Bedürfnisse Ihres Marktsegments nicht aus den Augen verlieren. Wenn Sie die Dateigröße Ihrer Site reduzieren möchten, ist dies sicherlich ein angenehmer Ansatz, Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie sich nicht von wichtigen Inhalten trennen. Dies könnte Ihnen dann trotz optimierter Dateigröße schlechtere Ranking-Positionen bescheren.

User Experience: Suchmaschinen können mithilfe von künstlicher Intelligenz besser verstehen, ob eine Website einen Mehrwert für den Nutzer bietet. Daher sollten Sie stets darauf achten, alle Inhalte nutzerfreundlich darzustellen. Analysieren Sie auch hier Ihre direkten Konkurrenten.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder Unterstützung bei der SEO-Optimierung Ihrer Website benötigen, schreiben Sie mir eine E-Mail .